Wieso braucht es BME?
Jugendliche zwischen Selbstzweifeln, Angst und Aggression
Jugendliche Mädchen wie Jungen kommen in der Adoleszent mit Kräften in Berührung die für sie neu sind. In der Pubertät findet eine Ich-Suche statt die oft mit Minderwertigkeitsgefühlen verbunden ist. Auf der Suche nach Selbstbewusstsein werden Jugendliche oft hin und her gerissen zwischen Selbstzweifeln und Selbstüberschätzung, Angst und Mut, Agression und Depression usw.
Das Projekt Body Mind führt die Jugendlichen an einen ausgeglichenen Umgang mit diesen Gegensätzen. Durch die Anwendung verschiedenster Methoden (wie z.B. Theaterpädagogik, Peer Mediation, Soziales Lernen, Selbstverteidigung usw.) sollen Konflikte im Schulbereich aber auch in anderen Lebensbereichen reduziert werden.
Lernen durch Er-Leben und Be-Greifen
Spätestens seit Pestalozzi ist bekannt, dass Lernen im Zusammenhang mit einer unmittelbaren Erfahrung wesentlich nachhaltiger ist als reines Vermitteln von Theorie. Unser Konzept beruht darauf, dass, ähnlich wie in einem Schleuderkurs für Autofahrer, die Jugendlichen in einem geschützten Raum in extreme Situationen geführt werden. Dabei wird nicht nur ein Weg gesucht, solche Situationen gut zu überstehen, vielmehr werden die Jugendlichen in einen Prozess involviert, gemeinsam nach möglichen Lösungen zu suchen. Die erarbeiteten Lösungsansätze werden anschliessend ausprobiert und trainiert.
Für alle Jugendlichen und für einige im Speziellen
Da es zum Entwicklungsprozess eines Jugendlichen gehört, seine Kraft und seinen Körper zu erfahren und kennenzulernen, entspricht unser Programm grundsätzlich allen Jugendlichen. Dies gilt sowohl für Mädchen wie auch für Jungen. Für Jugendliche mit auffallender Gewaltbereitschaft, Angstzuständen oder Minderwertigkeitsgefühlen sind diese Kurse speziell geeignet.
Zusammenlassen was zusammen gehört
Im täglichen Leben findet gemeinsam statt: Jungen und Mädchen sind in der gleichen Klasse, Ältere und jüngere Jugendliche in der gleichen Schulanlage und Täter begegnen Opfer. Deshalb trennen wir nicht, was zusammen gehört. Im Sinne einer Lebensschulung ist unser Unterricht so aufgebaut, dass er für alle Jugendlichen beider Geschlechter geeignet ist.